Laser Klinik Kiel

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Die Ballonreisen unseres Laserklinik Ballon-Teams

Unsere aufregendste Fahrt war eine Nonstop-Hin- und Rückfahrt über die Kieler Förde.

Gestartet sind wir mit 3 Personen am Abend des 26. Juni bei östlichen Winden auf dem Flugplatz Kiel Holtenau, wir wollten Richtung Westensee.
Die Flugleitung erwartete kurz nach unserem Start eine Verkehrsmaschine aus München und gab uns über Sprechfunk Anweisung, eine größere Höhe einzunehmen. Das ist mit einem Ballon ganz einfach. Ein bisschen mehr heizen und schon geht es nach oben. Allerdings fuhren wir dort mit einem leichten Wind genau in die entgegengesetzte Richtung - über die Kieler Förde. Nachdem die Maschine unter uns durchgeflogen und gelandet war, hatten wir aber alle Gefallen an dem Ausblick gefunden und änderten unsere Pläne. Die Umgebung des Westensees kennen wir schon, die andere Seite der Förde war allzu verlockend.
Also los!

Das Fahren über Wasser ist besonders schön: Schiffe, Wellen, Spiegelungen...
Aber auch Heißluftballons müssen irgenwann wieder landen und da ist es gut, wenn hinter dem Wasser auch wieder ein Stück Festland in Sicht ist.
Das war zwar noch 5 km weit weg, aber wir waren ja gerade gestartet und hatten noch genug Gas für über zwei Stunden Fahrt. Mit Fußgängertempo ging es also in großer Höhe (mit Ausblick bis zur Insel Fehmarn und Langeland (Dänemark)) über die Förde. Besonders imposant war die Schwedenfähre, die mit weißem Kielwasser tief unter uns querte.

Nach einer Stunde kam  wieder Land unter den Ballonkorb - allerdings sehr teures: der Golfplatz Heikendorf.  Aber egal, Piloten ist nichts verboten (Hans Albers): wir landen hier!  Da wir beim Abstieg wieder mit einer Winddrehung rechnen mussten war der Plan, möglichst schnell abzusteigen, um nicht wieder auf das Wasser zu treiben.  Absteigen ist einfach: man hört auf zu heizen.  Mit Fahrstuhlgeschwindigkeit sausten wir nach unten - alles im Griff. Nur hatte der Seewind, der beim Start noch schwächelte, inzwischen stark zugenommen und es ging deshalb trotzdem mit flottem Tempo Richtung Wasser. Schnell war der Golfplatz  in unerreichbarer Ferne und außer Bäumen und Häusern nichts Brauchbares unter uns. Die Abwärtsbewegung wurde mit ein paar Brennerstößen gestoppt und wir konzentrierten uns nun auf eine Landung im Uferbereich. Aber für eine schöne Ballonlandung braucht man mindestens 50 m Platz. Die gab´s hier nicht, dafür aber hohe Bäume und Wasser.

Jetzt blieben noch folgende Möglichkeiten, unser Abenteuer zu beenden: 1. die nasse Variante, 2. wieder ganz hoch, um noch weiter in´s Landesinnere zu gelangen,
3. mit dem Seewind über die Förde zurück zum Startplatz.

Variante 1: Freiwillig nicht!
Variante 2: Wir konnten sicher noch eine weitere Stunde in der Luft bleiben und uns weiter langsam vorarbeiten, aber wenn der Seewind weiter zunehmen würde, wären wir nach einer Stunde evtl. an derselben Stelle wie jetzt, aber ohne Brennstoff.
Variante 3: Wenn wir in der jetzigen Höhe blieben, könnten wir die Rückfahrt sicher schaffen, wenn der Seewind weiter zunimmt, oder aber wenigstens nicht abnimmt. Ich kenne allerdings nur Einen, der das schonmal geschafft hätte.

Inzwischen waren wir sowieso wieder über dem Wasser. Jeder machte sich so seine Gedanken.
Endlich war die Mitte der Förde erreicht - und es fühlte sich ganz anders an als auf der Hinfahrt. Ein Seegelboot änderte schon erwartungsfroh den Kurs in unsere Richtung und der Skipper rief rüber, ob wir “vorher” noch ein Bier wollten.  Nett, aber wollten wir nicht. Vorher?! 
Glücklicherweise war in unserer Höhe etwas mehr Wind, als auf der Wasseroberfläche - da war nun Flaute. Der Segler warf seinen Motor an und verschwand.  Unendlich langsam kam der Hafen der Kriegsmarine näher. Endlich wurde auch unser Ballon wieder schneller. Für die Rückfahrt brauchten wir nur 30 Minuten, aber es erschien uns doppelt so lang. Der erste sichere Landeplatz war der Sportplatz der Marine, wo wir zur Freude der Soldaten mit einer “Hofratslandung” sanft landeten. Die folgenden Formalitäten waren Dank des freundlichen diensthabenden Offiziers weniger schlimm als erwartet, auf jeden Fall aber schön trocken.

Die bei der Landung vorhandene Gasreserve waren noch ausreichend für eine Ballonfahrt von weiteren 45 Minuten! Wir hätten also auch außerhalb Kiels noch sicher auf einem Feld landen können. Aber der vorletzte Landeplatz ist immer besser als der letzte.

Seit dieser Fahrt wissen wir alle, wie stark Seewind sein kann.  Er pustet einen Ballon nicht nur auf das Wasser... sondern auch darüber hinweg. Hätte es an diesem Tag nicht diesen stark zunehmenden Seewind gegeben, wären wir gemütlich irgendwo weit hinter Heikendorf gelandet.

Ballonfahrt vom 19.6.2002 von Kiel-Holtenau nach Laboe

Blick Richtung Westen auf die Kieler Förde und
den Nord-Ostsee-Kanal mit Schleuseninsel

Fahrthöhe 735 Meter

Blick Richtung Osten auf die Kieler Bucht und Laboe

Landung vor Sonnenuntergang bei Laboe

Blick nach Süden auf Kiel


Am letzten Sonntag der Kieler Woche im Juni 2004 sind wir südlich von Kiel gestartet und in nördlicher Richtung langsam neben der Förde her nach Mönkeberg gedriftet.
Für eine Überquerung der Kieler Förde war der Wind zu schwach und deshalb eine Landung direkt am Strand, 10 m neben dem Fähranleger Mönkeberg, die trockenere Alternative.

Leider hat uns dann am Boden ein Regenschauer erwischt. Deshalb stand der Ballon noch fast 2 Stunden zum Trocknen am Strand zur Freude der Passanten und der örtlichen Polizeistreife.

Die Mitglieder des Ballon-Teams helfen bei der Durchführung der Ballonfahrten, wenn ihre Zeit das zulässt.  Wir suchen noch Balloninteressierte, die mitmachen wollen. laserklinikkiel@hotmail.com

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